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Bundesweite Verteidigung

Die Kanzlei sitzt in Hamburg, Mandate nehme ich bundesweit an. Ob das sinnvoll ist, hängt vom Verfahren ab — nicht jede Sache verlangt ständige Präsenz vor Ort, und manche verlangt sie sehr wohl. Diese Seite beschreibt, wie es praktisch läuft und wann ich abrate.

KI-generierte Darstellung: leerer Bahnsteig unter einer Bahnhofshalle aus Eisen und Glas im Morgenlicht
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Wann Entfernung keine Rolle spielt

Der größte Teil der Verteidigungsarbeit ist ortsunabhängig: Akteneinsicht, Aufarbeitung des Sachverhalts, Schriftsätze, Beweisanträge, Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft, Anträge gegen Sicherungsmaßnahmen.

Das gilt besonders im Wirtschafts- und Steuerstrafrecht. Diese Verfahren werden über Unterlagen geführt, nicht über Ortstermine. Ein Verfahren, das nach zwei Jahren Aktenauswertung mit einer Einstellung endet, hat vielleicht nie einen Gerichtssaal gesehen.

Mandantengespräche führe ich nach Ihrer Wahl persönlich, telefonisch oder per Video. Für die Mandatierung ist keine Anreise nötig.

Wann Entfernung eine Rolle spielt

Haftsachen. Wenn jemand in Untersuchungshaft sitzt, zählt Nähe. Besuche, kurzfristige Termine, Vorführungen. Hier ist Präsenz ein echter Faktor, und hier arbeite ich in aller Regel mit einer Kollegin oder einem Kollegen vor Ort zusammen. Dieses mache ich nur dann nicht, wenn es sich um besonders komplexe Mandate handelt oder der Mandant zwingend eine ausschließliche Betreuung durch mich wünscht. Dieses hängt dann naturgemäß auch an einer Kostenfrage. Oftmals handhabe ich es so, dass eine Betreuung der Mandanten in anderen Städten als Ansprechpartner von einem Kollegen vorgenommen wird, der sich um die „alltäglichen Nöte“ und „U-Haft-Probleme“ vor Ort meist besser kümmern kann, der Fall selber aber ausschließlich durch mich betreut und besprochen wird.

Umfangreiche Hauptverhandlungen. Wirtschaftsstrafverfahren mit vielen Sitzungstagen über Monate. Das ist eine Frage der Kalkulation, nicht des Prinzips — Reisezeit und Abwesenheitsgeld gehören vorher besprochen.

Sehr kurzfristige Termine. Wo innerhalb von Stunden jemand vor Ort sein muss.

Wie die Zusammenarbeit vor Ort läuft

Bei auswärtigen Verfahren ziehe ich fallbezogen Kolleginnen und Kollegen am Gerichtsort hinzu. Die Aufgabenteilung ist dann klar: Ich führe das Mandat, kenne die Akte und bestimme die Strategie; vor Ort werden Termine wahrgenommen, für die eine Anreise unverhältnismäßig wäre.

Das ist nicht dasselbe wie eine Weiterreichung des Mandats. Sie bleiben mein Mandant, und Sie sprechen weiterhin mit mir.

Was das kostet, wird vorher geklärt. In manchen Konstellationen ist es günstiger als die Anreise, in anderen nicht.

Beiordnung bei auswärtigem Gerichtsstand

In Fällen notwendiger Verteidigung können Sie auch dann einen Verteidiger Ihrer Wahl benennen, wenn er nicht am Gerichtsort ansässig ist. Das Gericht folgt dem in der Regel, kann aber Mehrkosten der Beiordnung entgegenhalten.

Wann ich abrate

Es gibt Verfahren, bei denen ich sage, dass eine Kanzlei vor Ort die bessere Wahl ist. Typisch: eine Haftsache am anderen Ende der Republik, bei der es in den ersten Wochen auf tägliche Präsenz ankommt, oder ein kleineres Verfahren, bei dem Reisekosten in keinem Verhältnis zur Sache stehen.

Das sage ich im ersten Gespräch. Ein Mandat anzunehmen, das ich nicht so führen kann, wie es geführt gehört, nützt niemandem.

Häufige Fragen

Wenn Ihre Frage nicht dabei ist, rufen Sie an.

Muss ich für die Mandatierung nach Hamburg kommen?

Das erste Gespräch, ohne in das Detail zu gehen, kann telefonisch erfolgen. Wenn es um Details geht, halte ich es immer für sinnvoller, dass dieses persönlich besprochen wird, da die Themen oftmals heikel sind. Dieses macht in der Regel am meisten Sinn, wenn die Akte zuvor eingesehen werden konnte.

Wer nimmt Termine an meinem Gerichtsort wahr?

Je nach Termin ich selbst oder eine hinzugezogene Kollegin beziehungsweise ein Kollege vor Ort. Das wird vorher festgelegt, nicht spontan.

Wird es dadurch teurer?

Reisekosten und Abwesenheitsgeld fallen an und werden vorher beziffert. Ob eine auswärtige Verteidigung teurer ist als eine ortsansässige, hängt vom Verfahren ab.

Ich sitze in Untersuchungshaft. Geht das überhaupt?

Es geht, aber es will geplant sein. Sprechen Sie mich darauf an, bevor Sie sich entscheiden.

Rufen Sie an.

Bürozeiten Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr, Sekretariat Montag bis Donnerstag. Außerhalb dieser Zeiten rufe ich innerhalb von 48 Stunden an Werktagen zurück.